• Depression
    Kolumne

    Kolumne: Mit Gedankenkarussell auf Autopilot

    Da ist es wieder, dieses Gefühl, das ich nicht haben will. Und doch kenne ich es so gut. In den letzten Jahren hat es so oft von mir Besitz ergriffen, dass ich kaum noch wahrnehme, wie es sich einschleicht. Und dann ist es plötzlich da. Wie aus dem Nichts. Es ist so allumfassend und präsent, dass ich kaum die Kraft habe, dagegen anzugehen, sobald ich bemerke, dass es wieder da ist. Es ist so mächtig, dass es in meine Gedanken eindringt und das Steuer übernimmt, mich wehrlos daneben stehen lässt und zusieht, wie ich ohnmächtig und rastlos auf und ab gehe, wie ein Tiger im Käfig, unfähig, selbstständig etwas an…

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    Der (etwas holprige) Weg zu einem positiven Mindset oder: Tanz mit dir selbst!

    Gestern hatte ich zu nichts Lust und musste mich zu allem zwingen. Geschafft habe ich dementsprechend ziemlich wenig – ich muss mich an dieser Stelle extrem zusammenreißen, nicht „zu wenig“ zu schreiben. Denn, klar – es wäre schön und wichtig, ein wenig schneller voranzukommen, mir wieder eine Routine zu schaffen und mir selbst eine Struktur zu geben. Das hilft mir nämlich sehr.

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    Kolumne: Träume sind…? oder: Level Up im Spiel des Lebens

    Ich hatte einen Traum, der mich geweckt und nach einer Weile des darüber Nachdenkens auch kurz zum Weinen gebracht hat: Ich war schwanger und bereit dazu, das Kind auf die Welt zu bringen. Alles war gut. Nun liege ich wach und meine Gedanken drehen sich im Kreis. Das Thema „Mutterschaft“ begleitet mich bereits seit einigen Jahren. Während ich, bis ich 19 Jahre alt war, meine erste langjährige Beziehung geführt habe, träumte ich zum ersten Mal ernsthaft vom heiraten und Mutter werden – die ganze, klassische Familien-Planung, von der Vater Staat wohl nur so träumt. Jene Beziehung hat sich als Luftschloss erwiesen – glücklicherweise, denn heute weiß ich, sie hätte keinen…

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    Kolumne: Weniger haben – mehr sein

    Minimalismus. Ein riesiges Thema, das nicht nur in den Medien zunehmend an Aufmerksamkeit gewinnt. Die Menschen in meiner Umgebung misten aus, sortieren, gewinnen den Überblick über all ihren Besitz… Auch wir, das heißt, mein Freund und ich, sind von der minimalistischen Lebensweise fasziniert. Als wir letztes Jahr zusammengezogen sind, haben wir zunächst in zwei Zimmern mit jeweils etwa fünfzehn Quadratmetern gewohnt. Unser ganzes Zeug füllte diese beiden Räume unfassbar aus – da blieb kaum Platz zum Denken.

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    Kolumne: Wie ich meinem inneren Klabautermann die lange Nase zeige

    Ich merke, wie ich zum Teil gerade wieder in alte Muster zurückfalle. Instagram oder YouTube im Dauer-Scroll-Modus – Kopf aus, bunte Bilder an -, tagelang ohne Dusche (sorry an meine Mitbewohner!)… Das werte ich erstmal als nicht so schlimm, nicht per se besorgniserregend oder gar bedrohlich. Beziehungsweise, ich versuche, das erstmal nur wahrzunehmen, möglichst ohne negative Bewertung meines eigenen Handelns. Natürlich ist es nicht cool, die Dusche längere Zeit nicht von innen zu betrachten, das weiß ich. Aber ich verurteile mich heute nicht mehr dafür. Ich bin mir selbst nicht böse, nicht frustriert, vergrabe mich deshalb nicht und lasse mich nicht davon gefangen nehmen. Und das ist eine echte Wohltat!…

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    Kolumne: New year, new me?!

    Über die Illusion von Neujahrsvorsätzen und was wirklich hilft, eigene Ziele zu erreichen Der Januar ist schon wieder fast vorbei. Die Zeit verfliegt rasend, irgendwie komme ich da momentan nicht hinterher. Vier Wochen des neuen Jahres – einfach davongelaufen. Zum Glück habe ich mir keine Neujahrsvorsätze genommen. Diese hätte ich bestimmt eh nicht bis heute durchgehalten. Und wäre von meiner eigenen Leistung mehr als enttäuscht gewesen. Woher kommt aber dieser Druck? Dieser Druck, den ich sogar verspüre, obwohl ich mir keine utopischen Ziele gesetzt habe, weil das Datum vom 31. Dezember auf den 1. Januar gewechselt hat? Ich denke, ich bin nicht die einzige, der es so geht. Ich denke,…