• Kolumne

    Fröhliche „Konsumnachten“ und was ich daraus lernen durfte

    „Fröhliche Konsumnachten“ – unter diesem Motto standen all meine letzten Weihnachtsfeste. Traurig, aber wahr. Eigentlich bin ich ein Mensch, der möglichst bewusst nachhaltig lebt – soweit es mir eben in meiner jetzigen (auch finanziellen) Situation möglich ist. Ich trage Kleidung, bis sie auseinander fällt, spende, was ich nicht mehr träge (sofern es dann noch nicht auseinander fällt), kaufe selten neue Klamotten und wenn, dann entweder Second Hand oder von Unternehmen, die nachweislich Öko-Standards erfüllen. Auch Körperpflege-Produkte liebe ich vegan und nachhaltig und suche mir am liebsten selber aus, welche ich da verwende. Seit fast elf Jahren lebe ich (immerhin) vegetarisch. Um hier nur ein paar Beispiele zu nennen, was meinen…

  • Kolumne

    Kolumne: Mamas weinen nicht #4 – Hakuna Matata

    Manchmal fällt mir die Decke auf den Kopf. Ich träume davon am Strand zu stehen, den Sand zwischen meinen Zehen zu spüren und den Wind in den Haaren. Der Blick aufs weite Meer. Es ist warm und ruhig. Niemand außer mir da, einfach nur ich mit mir alleine. Alleine…hach! Ich träume davon während ich am Küchentisch sitze und versuche zu arbeiten, während sich hinter mir das Geschirr stapelt. Ich träume davon während meine Kinder nach Hause kommen und die Große vorwurfsvoll sagt „Hier müsste aber auch mal wieder jemand aufräumen.“ Mach doch, denk ich eingeschnappt, aber recht hat sie, es stört mich auch, aber ich hab halt keine Lust. Ich…

  • Mamas weinen nicht
    Kolumne

    Kolumne: Mamas weinen nicht #3 – Für immer für euch

    Depression ist ein Arschloch. Und Depression ist nicht heilbar. Sie. Ist. NICHT. heilbar. Und es ist paradox, dass ich mir das sage, wenn eigentlich mein Freund derjenige sein müsste, der sich das vor Augen führt. Überhaupt die Augen mal wieder aufmacht. Wieder sieht. Sich sieht. Sich selbst erklärt. Stattdessen sage ich es mir, um mein stechendes Herz zu heilen. Mir, damit ich ihn nicht bei der nächsten Gelegenheit auf den Mond schieße. Oder wenigstens aus der Wohnung. Hauptsache weg. Denn aussehen tut es wie purer Egoismus. Blanker nackter abstoßender Egoismus. Aber ist es egoistisch, wenn du unter dir selber leidest? Ist es egoistisch, wenn du nicht einmal merkst, wie du…

  • Mein Leben als Schatten
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    Kolumne: Mein Leben als Schatten #6

    Gestern war ein guter Tag. Warum das relevant ist? Vor einigen Tagen überkam mich trotz der derzeitigen Hitze ein Schatten voller Panikattacken und Angst. Eigentlich bin ich ein Profi, wenn es um Panikattacken geht. Ich weiß, wie ich diese vermeiden kann und ich weiß, wie ich mich verhalten sollte, wenn sich diese trotzdem blicken lassen. Und trotzdem konnte ich dieses Mal nichts dagegen tun. Aber darum soll es heute gar nicht gehen. Die letzte Panikattacke liegt bereits einige Tage zurück und ich befinde mich derzeit auf dem Weg der Besserung. Die Nacht gestern war gut, ich bin aufgestanden und war direkt einkaufen. Zwar in Begleitung, aber alles Schritt für Schritt.…

  • Mein Leben als Schatten
    Kolumne

    Kolumne: Mein Leben als Schatten #5

    Heute ist ein guter Tag. Ich bin motiviert aufgestanden, und das sogar vor 8:00 Uhr. Ich habe vor der Mittagszeit so viele Dinge erledigt. Es fühlt sich gut an. Endlich mal wieder. Als ob ich diesen Tag ohne den Schatten über mir verbringen darf. Ich lächle fremde Leute an, sie lächeln zurück. Es gab Tage, da hätte ich gedacht, sie würden mich auslachen. Aber heute – da ist alles anders. Es gibt sie, die guten Tage. Vor allem im Sommer sind sie häufiger da. Da fühle ich mich, als sei die Depression überwunden. Aber ich weiß auch, dass sie das nie sein wird. Niemals. Ich werde immer von diesem Schatten…

  • Mein Leben als Schatten
    Kolumne

    Kolumne: Mein Leben als Schatten #4

    Ich fühle mich wie gefangen. Nachrichten über Nachrichten. Eine jagt die nächste. Noch mehr Unheil, noch mehr Angst. Wie soll das alles nur weitergehen? Für Menschen mit psychischen Problemen ist die aktuelle Situation nicht leicht. Im Gegenteil. Menschen, die unter Angstzuständen leiden, Depressionen haben oder hochsensibel sind, leiden. Sie leiden unsäglich. Ich leide unsäglich. Ich hab so große Angst. Angst vor dem was noch kommt. Und Angst vor dem was gerade stattfindet. Angst um meine Mitmenschen, um meine Familie und auch um mich. Was wird das alles mit mir machen? Wie wird alles weitergehen? Ungewissheit ist für Menschen mit psychischen Problemen eines der schlimmsten Dinge. Ich weiß nicht, was noch…