Mein Leben als Schatten
Kolumne

Kolumne: Mein Leben als Schatten #4

Ich fühle mich wie gefangen. Nachrichten über Nachrichten. Eine jagt die nächste. Noch mehr Unheil, noch mehr Angst. Wie soll das alles nur weitergehen?

Für Menschen mit psychischen Problemen ist die aktuelle Situation nicht leicht. Im Gegenteil. Menschen, die unter Angstzuständen leiden, Depressionen haben oder hochsensibel sind, leiden. Sie leiden unsäglich. Ich leide unsäglich.

Ich hab so große Angst. Angst vor dem was noch kommt. Und Angst vor dem was gerade stattfindet. Angst um meine Mitmenschen, um meine Familie und auch um mich.

Was wird das alles mit mir machen? Wie wird alles weitergehen?

Ungewissheit ist für Menschen mit psychischen Problemen eines der schlimmsten Dinge.

Ich weiß nicht, was noch alles passiert.

Es gibt Abende, da schnürt es mir wieder die Kehle zu. Ich leide an Schlafstörungen, weil mein Gehirn die vielen Nachrichten nicht verarbeitet bekommt.

Die Sorglosigkeit und der Egoismus der Menschen ist schockierend. Sie machen mir unheimliche Angst.

Ich fühle mich so alleine gelassen. Alleine mit meiner Angst.

„Das wird schon wieder“
„Ist doch nicht schlimmer als die Grippe“
„Zu viel Panikmache“
„Du drehst langsam ab“

Menschen, die nicht in meiner Situation sind, verstehen mich einfach nicht. Umso mehr fühle ich mich alleine gelassen.

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