Mein Leben als Schatten
Kolumne

Kolumne: Mein Leben als Schatten #6

Gestern war ein guter Tag. Warum das relevant ist? Vor einigen Tagen überkam mich trotz der derzeitigen Hitze ein Schatten voller Panikattacken und Angst. Eigentlich bin ich ein Profi, wenn es um Panikattacken geht. Ich weiß, wie ich diese vermeiden kann und ich weiß, wie ich mich verhalten sollte, wenn sich diese trotzdem blicken lassen. Und trotzdem konnte ich dieses Mal nichts dagegen tun. Aber darum soll es heute gar nicht gehen.

Die letzte Panikattacke liegt bereits einige Tage zurück und ich befinde mich derzeit auf dem Weg der Besserung. Die Nacht gestern war gut, ich bin aufgestanden und war direkt einkaufen. Zwar in Begleitung, aber alles Schritt für Schritt. Zuhause angekommen habe ich gekocht und mich um den Haushalt gekümmert. Ein Teil der Wäsche hing ich auf die Wäscheleine, ein anderer Teil kam in den Trockner. Im Vorbeigehen wage ich immer mal wieder ein Blick in den Spiegel und lächele mich selbst an. Es gibt mir ein gutes Gefühl. Ein Gefühl von „Es ist alles gut“. Aber das ist es ja auch wirklich. Abends war ich tatsächlich draußen an der frischen Luft. Das ist für mich eher untypisch, da ich kein Fan des Sommers bin. Aber auch das tat mir gut. Frische Luft, etwas Wind und ganz viel Sonne. Ich bin mir sicher, dass die nächsten Tage auch gut werden. Ich habe nächste Woche einige Therapie-Erstgespräche, ich freue mich.

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