Schlafstörungen
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Schlafstörungen: Wenn uns der Schlaf geraubt wird

Wir alle kennen es: Oft legen wir uns ins Bett, sind eigentlich müde, können aber dennoch einfach nicht einschlafen. Mit Schlafstörungen hatte vermutlich schon jeder von uns einmal zu kämpfen. Einige haben das Gefühl, schlecht einschlafen zu können oder nie wirklich durchzuschlafen. Tagsüber zeigen sich daraufhin oft Müdigkeit, Kopfschmerzen und Konzentrationsschwäche. Doch woran liegt es und was kann dagegen unternommen werden?

Was sind Schlafstörungen eigentlich?

Im Fachbegriff wird das Problem als Insomnia bezeichnet. Mit einem unruhigen Schlaf wurden wir bestimmt alle schon einmal konfrontiert. Erleben wir viel Stress oder gibt es eine belastende Situation in unserem Leben, kann es sein, dass wir am Abend einfach keine Ruhe finden können. Im Grunde sind Störungen dieser Art harmlos, doch wenn sie schon über einige Wochen hinweg andauern, sollte der Ursache auf den Grund gegangen werden.

Die Symptome

Jugendliche, die wieder einmal die Nacht zum Tag gemacht haben, klagen am nächsten Morgen oft über Kopfschmerzen und extreme Müdigkeit. Logisch, denn der Körper konnte sich in der durchfeierten Nacht nicht mehr erholen. Normalerweise wird die darauffolgende Nacht wieder besser und der Körper ist am Morgen danach wieder ausgeruht.

Doch wenn es sich um eine anhaltende Schlaflosigkeit handelt, kann dies für Betroffene zur Qual und echten Challenge werden. Wir sind in diesem Fall nicht mehr in der Lage, den Herausforderungen, die das Berufsleben sowie die Schule mit sich bringen, standzuhalten. Sowohl dem Körper als auch dem Geist fehlen durch den Schlafentzug die Ruhephasen und wir sind permanent erschöpft, was zur Tagesmüdigkeit führt. Dadurch signalisiert der Körper, dass er zu wenig Schlaf hatte. Eine gesunde Ernährung, viel (Wasser) trinken und regelmäßiger Sport sind übrigens nützliche Tipps gegen Tagesmüdigkeit. Natürlich sollte das Schlafproblem ebenfalls gelöst werden, denn dieses ist schließlich die Ursache der Müdigkeit.

Die Ursachen von Schlafstörungen

Die Ursachen von Schlafstörungen können sehr vielseitig sein. Wenn es sich um Ein- oder Durchschlafschwierigkeiten handelt, ist nicht selten der Lebensstil die Wurzel des Übels. Wer viel Stress und viel um die Ohren hat, hat meist auch Gedanken, die nachts einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen wollen. Die Nacht kann in diesem Fall ganz einfach nicht angenehm und ruhig verlaufen.

Doch auch Genussmittel wie beispielsweise Alkohol, Koffein oder Nikotin können Gründe für die Schlafstörungen sein. So wissen einige Menschen, dass sie abends keinen Kaffee mehr trinken sollten, denn die anregende Wirkung kann bei manchen Menschen für eine unruhige Nacht sorgen.

Natürlich kann es auch an einer ungesunden Ernährungsweise in Kombination mit Bewegungsmangel liegen, dass wir uns in der Nacht lange hin- und herbewegen, bevor wir endlich einschlafen können.

Was viele nicht wissen: Störende Einflüsse, die von außen kommen, können ebenfalls die Ursache für die andauernden Schlafstörungen sein. Vielleicht ist das Zimmer nicht dunkel genug oder es gibt zu viel Lärm. Oft liegt es auch an der Matratze selbst, die nicht die richtige Wahl ist.

Zu guter Letzt können auch Medikamente und psychische Erkrankung wie Depressionen die Probleme verursachen. Schlafstörungen bei Depressionen bessern sich, wenn auch die Depression selbst behandelt wird.

Unterschiedliche Formen von Schlafstörungen

Schlafstörungen werden in unterschiedliche Formen, je nach Symptomen, unterteilt.

Insomnie

Eine Form ist die sogenannte Insomnie. Bei dieser Variante handelt es sich um das, was wir gewöhnlich unter dem Begriff der Schlafstörung verstehen. Betroffene haben Probleme einzuschlafen oder können nicht richtig durchschlafen. Viele Menschen, die unter dieser Form leiden, wachen immer wieder auf oder erleben einen Schlaf, der generell nicht wirklich erholsam war. Tagsüber fühlen sie sich nach solch einer Nacht energielos, können sich nur schwer konzentrieren und sind meist sehr schnell gereizt.

Schlafapnoe

Eine weitere Art von Schlafstörungen ist die Schlafapnoe. Diese Form ist eine Atmungsstörung, welche der Schlafende selbst oft gar nicht bemerkt. Während des Schlafes kommt es zu gefährlichen Atemaussetzern, die nicht selten mit lästigem Schnarchen verbunden sind. Übrigens: Natürlich kann auch einfaches Schnarchen der Grund für eine unruhige Nacht sein. Vor allem dann, wenn der Partner es ist, der einem durch das ständige “Sägen” zur Weißglut bringt…

Hypersomnie

Auch die sogenannte Hypersomnie gibt es. Bei dieser reicht die Schlafmenge zwar aus, dennoch ist das Schlafverlangen nach wie vor so präsent, dass sich das Problem bis zur Dornröschen-Krankheit (Narkolepsie) ausdehnen kann. Diese Schlafkrankheit bringt Schlafattacken mit sich, die scheinbar wie aus dem Nichts aufzutreten scheinen.

Parasomnie

Eine weitere Form ist die Parasomnie, bei der der Schlaf durch verschiedene Dinge wie Albträume oder dem bekannten Schlafwandeln unterbrochen wird. Betroffene schlafen zwar, doch dieser Schlaf ist alles andere als erholsam. Oft stecken psychische Ursachen dahinter.

Mit Schlafstörungen haben wir wohl alle schon das eine oder andere Mal zu tun gehabt. Meist sind die Störungen harmlos und verschwinden von selbst wieder. Gutes Lüften im Schlafzimmer, einen kurzen Abendspaziergang zu vollziehen oder auf eine leichte Abendmahlzeit zu setzen, können nützliche Tipps zum Einschlafen sein. Sollte sich das Problem durch die Reduzierung von Stress und die anderen erwähnten Maßnahmen nicht lösen lassen, ist es ratsam einen Arzt aufzusuchen. Dieser wird feststellen, ob eine Erkrankung hinter dem Problem liegt und notwendige Schritte einleiten.

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